Blauer Engel
Der Film „Der blaue Engel“ machte Marlene Dietrich erst richtig bekannt. Es handelt sich bei diesem Streifen um einen deutschen Spielfilm, welcher zwischen 1929 und 1930 unter der Regie von Josef von Sternberg entstand. Das Drehbuch zum Film schrieben Karl Gustav Vollmoeller und Carl Zuckmayer. Der Roman „Professor Unrat“ von Heinrich Mann war dazu die Grundlage. Der Film beschreibt, wie ein etwas älterer Lehrer sich in eine Frau verliebt, die dem Varieté verschrieben war. Der Lehrer ging an dieser Liebe zugrunde. Der Lehrer entdeckt während des Unterrichts bei einem seiner Schüler eine Fotokarte mit dem Bild dieser Sängerin. Er wittert Unzucht und macht sich, natürlich aus pädagogischen Gründen, auf den Weg um das Lokal, wo die Aufführung stattfinden sollte, unter die Lupe zu nehmen. Lola Lola, laut Künstlername, ist mit Umziehen beschäftigt, als der Lehrer sie zur Rede stellt. Er ist fasziniert von der Schönheit dieser Frau und ein Dessous, welches der verwirrte Professor in seiner Manteltasche findet, gibt ihm Grund dieses Wesen erneut zu treffen. Er ist soweit, dass er seinen Dienst quittiert, um sie zu heiraten. Allerdings kann er sich nicht von seiner Noch-Frau trennen. Er bemerkt wie Lola mit einem Clown anbändelt, und tobsüchtig versucht der Lehrer Lola zu erwürgen. Wenige Tage später findet man ihn Tod in seinem Klassenzimmer.
Die Uraufführung des Films „Der blaue Engel“ war im April 1930 im Gloriapalast. Bekannte Schauspieler wie Hans Albers machten dieses Filmereignis komplett. Hier singt Marlene Dietrich ihr weltberühmtes Lied „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt.“ Von Friedrich Hollaender. Die weibliche Hauptrolle als femme fatale ermöglichte Marlene Dietrich den Start zu einer weltweiten Karriere. Der Film wurde mit genau denselben Schauspielern in einer deutschen und einer englischen Version gedreht. Er ist einer der wenigen, aber dennoch hochprozentigen Welterfolge des deutschen Tonfilms. Dieser Film beherbergt zudem auch noch eine Jazzband, die zu hören und zu sehen ist.
